Kinderkleidung - Erkenntnisse und Neuzugänge

Donnerstag, 6. Oktober 2016



Ich habe mir überlegt diesen Post etwas genereller zu halten und nicht nur auf den Wandel der Sommer- zur Winterkleidung einzugehen. Hier sind also ein paar grundlegende Erkenntnisse, die ich im Laufe der letzten 2 Jahre für mich getroffen habe.

Als Jacob noch in meinem Bauch war, wusste ich gar nicht was ich alles zuerst kaufen sollte. Da sowohl mein Mann als auch ich aus der Textilbranche kommen, kann man wohl sagen, dass wir durchaus ein wenig modeaffin sind. Insbesondere ich, habe zugegebenermaßen also SEHR präzise Vorstellungen davon, was ich an Kleidung mag und was nicht. So tue ich mich ehrlich gesagt unglaublich schwer mit zu "bunter" Kleidung und Mustern fast jeder Art. Ich selbst trage, abgesehen von Ausnahmen, fast nur neutrale Farben wie schwarz, grau, weiß oder beige. Und da mein "armes" Kind noch nicht selbst bestimmen kann, was es trägt, muss es wohl meinen Geschmack ertragen :)
Weiterhin finde ich es irgendwie merkwürdig wenn kleine Kinder wie Erwachsene angezogen und zurecht gemacht werden. So süß einige Bilder bei Pinterest auch sein mögen, mein Kind soll ein Kind sein und nicht durch und durch gestylt durch die Gegend laufen. Dafür ist doch noch das ganze Leben Zeit.



Was mir besonders wichtig ist:

- Naturfasern und -materialien 
- Nachhaltigkeit
- Tragekomfort




Von Anfang an habe ich Kleidung aus Chemiefasern für Jacob gänzlich ausgeschlossen. Abgesehen davon, dass wir am Anfang mit starker Neurodermitis zu kämpfen hatten und aus diesem Grunde ohnehin auf besonders sanfte Materialien geachtet haben, merke ich, dass sowohl Haut als auch Atmungsverhalten von Jacobs Haut sofort auf Chemiefasern reagieren. Das gilt insbesondere für die Wäsche die direkt auf der Haut aufliegt. Also Unterwäsche, Nachtwäsche und Accessoires wie Mützen, Schals etc.



Unterwäsche hole ich grundsätzlich von Sanetta - ein alteingesessenes deutsches Unternehmen, mit Produkten die in Europa gefertigt werden, aus Biobaumwolle bestehen, den Ökotexstandard besitzen und als Sahnehäubchen auch noch unterschiedliche Kinderprojekte unterstützen. Ich merke hier einen deutlichen Unterschied zu zugegebenermaßen günstigeren aber in meiner Wahrnehmung, weniger wertigen, Unterwäscheherstellern wie H&M, C&A oder ähnlichen. 
Im Winter habe ich zusätzlich auch immer noch Wolle/Seide-Bodys von Cosilana oder Engel. Beides Unternehmen, die ausschließlich in Deutschland produzieren und fertigen. 



Bei Nachtwäsche habe ich bisher stets auf natürliche Materialien geachtet und die bequemsten Kombinationen in der Regel bei Petit Bateau gefunden. Nachdem ich vor einiger Zeit aber im Bonner Kinderfachgeschäft "Engelchen flieg" einkaufen war, habe ich nun beschlossen, ausschließlich auf Wolle/Seide-Kombinationen von Cosilana zu setzen. Jacob schwitzt in diesen deutlich weniger als in reiner Baumwolle. 






Die meisten Pullover und Hosen sind von ZARA. Ich sehe, dass seit Jacob vormittags in der Kita ist, ein enorm hoher Verschleiß an Teilen vor sich geht. Und das ist völlig in Ordnung - er soll sich austoben, klettern und rutschen so viel er will. Hauptsache er fühlt sich in seiner Kleidung wohl. Ich achte auch hier darauf, dass sich alle Teile aus Wolle unterschiedlichster Art befinden, möchte aber einfach kein Vermögen mehr in sie stecken. Bei ZARA finde ich wirklich modische Teile zu erschwinglichen Preisen.






Gar keine Frage, die von mir gepriesene Nachhaltigkeit kann hier nicht mehr bedient werden, aber ich fürchte, dass ich wohl an diesem Punkt Einbußen machen muss. Grundsätzlich probiere ich stets eine ausgewogene Mischung an High Street Labels (ZARA, H&M, GAP etc), besonders nachhaltigen und ökologischen Labels (Cosilana, Pickapooh, Engel etc) und schicken hochpreisigen Marken (Burberry, Ralph Lauren etc) zu gewährleisten.

Bei Baby- beziehungsweise Kinderschuhen war uns von Anfang an wichtig, auf gute Lederschuhe zu setzen und uns bei jedem Schuhkauf ausgiebig und persönlich beraten zu lassen. Ich kann mir daher für uns nicht vorstellen, Schuhe für Jacob online zu kaufen und genieße die Beratung im Geschäft ehrlich gesagt auch sehr.
Sein aktuellstes Paar haben wir gerade im Kinderfachgeschäft "Calino" in Düsseldorf-Oberkassel gekauft und sind auch dort professionell, mit Liebe und Leidenschaft für das Produkt beraten worden. Ich habe, allein aus optischen Gründen, ja doch sehr mit kleinen UGGs für Jacob geliebäugelt, mich aber nach einem langen Gespräch mit der Inhaberin doch wieder für einen festsitzenden Lederschuh entschieden. Diesen Winter ist es ein Boot von "Blundstone" geworden. Die sind besonders anschmiegsam bei Jacobs recht breiten Füßen, sitzen schön hoch am Knöchel (und geben somit den notwendigen Halt) und man kann bei kälteren Temperaturen auch noch eine Lammfellsohle einlegen. Nach dem letzten doch sehr sehr milden Winter, haben wir beschlossen zunächst einmal auf "richtige" gefütterte Winterstiefel zu verzichten und diese dann, falls nötig, einfach noch später zu besorgen.


Abschließend möchte ich nochmal ganz deutlich sagen, dass die wohl wichtigste Erkenntnis der letzten 2 Jahre für mich ist, dass mein Kind sich in seiner Kleidung wohlfühlen soll. Das betrifft für mich in erster Linie die Materialien als auch den Schnitt der jeweiligen Kleidung.
Ich habe zum Beispiel immer mehr den Eindruck gewonnen, dass Jeanshosen in nahezu jeder Form Jacob beim Spielen einengen. Aus diesem Grund schaue ich bewusst darauf, auf solche zu verzichten. Ich habe für den Winter stattdessen ein paar stretchige Baumwollhosen gefunden, die eine Jeans-Optik haben oder wie eine Art Jegging sitzen.

Habt ihr Interesse daran, weitere Neuzugänge aus Jacobs Wintergarderobe zu sehen oder vielleicht zu erfahren wie ich diese zusammensetze ? Dann lasst mich dies gerne wissen und ich ergänze ein paar Fotos und Kommentare.
Und wie sehen die Kleiderschränke eurer Kleinen aus ? Habt ihr Labels auf die ihr gar nicht verzichten könnt ? Ich würde mich freuen von euch zu hören.

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