Unser Geschwisterwagen - der Bugaboo Donkey.

Montag, 27. März 2017



Als ich erfuhr, dass ich mit unserem zweiten Kind schwanger war, war recht schnell für mich klar, welche Dinge ich neu anschaffen wollte. Ich hatte bereits ein Kind und entsprechende Erfahrungen gemacht. Beim Ersten habe ich noch gedacht, man bräuchte so ziemlich ALLES. Und so wollte ich es auch. Ich wollte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. 
Mit jedem vorbeiziehenden Tag habe ich dann festgestellt, was wirklich von Bedeutung ist und was nicht. Ein guter, für uns passender Kinderwagen gehört (natürlich) definitiv dazu.

Da Jacob zum Zeitpunkt der Geburt bereits 2 Jahre alt sein sollte, war ich mir meiner Sache sicher: Wir brauchen keinen Geschwisterwagen. 

"Der kann ja dann wirklich schon sehr sicher laufen."
"Die Kleine kann dann ja auch einfach ins Tuch und Jacob mal in den Kinderwagen."
"Ich hole einfach noch so ein Buggy-Board."

Und die Tage zogen ins Land, Ich wurde immer runder und runder und circa 4 Wochen vor der Geburt wurde mir klar: Das wird nix ! Ich brauche einen Geschwisterwagen.
Diese Entscheidung haben wir ganz individuell für uns getroffen und mag sicherlich nicht auf alle Eltern in ähnlichen Situationen zutreffen. Hier aber mal unsere Gedanken zum Thema.

- Jacob ist ein SEHR aktives Kind. Einfach so ruhig sitzen ? Eher nicht. 
- Ein  Buggyboard ist für kürzere Strecken sicherlich hilfreich aber einen ausgiebigen Spaziergang macht unser Kind darauf nicht mit. Ich kann ihn jetzt schon vor mir sehen: "ich will hoch. Ich will runter. Ich will hoch."
- Was wenn Jacob einfach müde und quengelig ist ? Da hilft mir doch auch kein Buggyboard. Ob mit Sitz oder ohne. Ich brauche etwas "Richtiges".
- Ich erledige meinen Alltag ausschließlich zu Fuß. Einkaufen, Playdates, Kita - alles wird zu Fuß erledigt. Und das können mitunter ziemliche Distanzen sein. Dafür brauche ich ein Gefährt was mich begleitet und mir diese Erledigungen erleichtert.
- Ich weiß noch, dass wir mit Jacob als Neugeborenes sehr viele, sehr lange Spaziergänge gemacht haben. Da wäre es doch am Schönsten und Einfachsten, die beiden Mäuse einfach einzupacken und zu schieben.




Jetzt galt nur noch nach einem passenden Modell zu schauen. Da die Doppelvariante "Vorne-Hinten" bzw "Oben-Unten" für mich nicht in Frage kam, war die Auswahl automatisch recht eingeschränkt. Ich wollte etwas Langlebiges haben, das sich leicht umbauen lässt und auch nur mit einem Kind gut zu nutzen ist. Denn irgendwann wird auch ein Jacob groß genug sein um alle notwendigen Strecken nur noch zu laufen.
Und nachdem ich mich daraufhin ausgiebig bei Kiwala in Bonn beraten habe lassen, war klar: Wir möchten einen BUGABOO Donkey.

Wir hatten bei Jacob bereits einen Bugaboo und waren begeistert von der Qualität. Beim Donkey waren dann folgende Merkmale entscheidend für uns:

Er lässt sich mit sehr wenigen Handgriffen ganz einfach zu einem Einzel- oder einem Doppelkinderwagen wechseln. So kann ich Jacob morgens allein in die Kita bringen und ihn dann Mittags ruck zuck zum Doppelmodell ausfahren und Greta auch hinlegen.
In der Einzelversion ist außerdem ein extrem praktischer Einkaufskorb integriert, der sich einfach herausheben und so als Tragetasche nutzen lässt. 
Ich habe beide Kinder frontal im Blick. Niemand ist versteckt. Außerdem lassen sich sowohl Wanne als auch Sportsitz ganz einfach drehen, so dass Jacob beim Fahren nach Vorne schauen kann.
Die Wanne unter den Sitzen ist trotz der zwei Sitze riesig und verstaut meinen gesamten Wocheneinkauf. 
Auch wenn zwei Sitze nebeneinander einen Kinderwagen natürlich recht breit machen, hat Bugaboo mit seinen Maßen dafür gesorgt, dass man problemlos durch jede Standard-Tür kommt. Und das gilt weiterhin für Supermarktkassen und -eingänge oder auch Türen aller öffentlicher Verkehrsmittel. 






Von schicken Lederbügeln, zeitlosem Design und unzähligen Farbkombinationen mal abgesehen, der BUGABOO Donkey war für uns der mit Abstand sinnvollste und beste Kauf für die Ankunft unseres zweiten Kindes.
Solltet ihr noch Fragen zum Kinderwagen oder unserer Entscheidung haben, seid ihr jederzeit herzlich Willkommen mir zu schreiben oder einen Kommentar zu hinterlassen.




Read more

3 Monate zu Viert.

Freitag, 17. März 2017




In 3 Tagen ist bereits Frühlingsafang. Und so sitze ich hier und lasse die vergangen 3 Monate Revue passieren. So viel ist passiert, so viel hat sich verändert. Es war sehr anstrengend und zugleich unglaublich schön. Was heißt es also jetzt zu Viert zu sein ? Was hat sich für uns verändert, was ist gleich gebleiben, was würde ich wieder tun, was nicht ?

Am 12. Dezember ist Greta auf die Welt gekommen und hat unsere Familie aufs Neue beglückt. Die ersten Tage haben sich angefühlt, als würde ich in einer Blase leben. Da war so viel Neues und doch auch so viel Vertrautes. Dieses kleine Leben, so behutsam, so zart. Die Unsicherheit und blanke Hilflosigkeit die ich bei Jacob in den ersten Tagen verspürt habe, hat sich dieses Mal so gar nicht bemerkbar gemacht. Im Umgang mit dem Neugeborenen wird man viel sicherer und routinierter. Ich denke eine wirkliche Wahl hat man auch nicht, denn es muss ja irgendwie funktionieren. Da ist ja noch das ältere Kind, dessen Sorgen und Bedürfnisse genauso gestillt werden müssen. 
Mein Mann hat wenige Tage vor Gretas Geburt einen neuen Job begonnen und so war recht schnell klar, dass weder Urlaubstage noch sonstige physische Unterstützung möglich sein würden. Und wie das dann so ist, ist glücklicherweise meine Mutter in der ersten Woche als sehr würdiger Ersatz eingesprungen. Essen kochen, Putzen, alles was eben so im Haushalt anfällt, war dadurch erstmal nicht mehr mein Problem. Und für mich als Ordnungsfanatiker eine wahnsinnige Entlastung.

Um dem Ganzen noch ein wenig mehr Stress hinzuzufügen, haben wir durch sehr unangenehme Umstände ein paar Tage vor Weihnachten erfahren, dass Jacob ab dem 1. Januar keinen Platz mehr in der Großtagespflege haben würde. Halleluja sage ich euch. Da haben meine Hormone, ein neugeborenes Baby und das Alleinsein mit den 2 Kindern mir aber ganz schön den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich glaube ich habe erstmal 12 Stunden durchgeweint. Und dann war klar: Aufstehen, zusammenreißen, weitermachen. Eine Lösung finden. 
Und so haben wir durch viel Glück, liebe liebe Menschen und vielleicht auch einfach das Schicksal, einen neuen Kitaplatz für Anfang Januar bekommen. Ich war so erleichtert. Das glaubt ihr gar nicht, denn:

Das neue Familienmitglied hat Jacob unglaublich aus dem Gleichgewicht gebracht. Plötzlich war er wie ausgewechselt. Die Nächte wurden fürchterlich, die Tage noch schlimmer. Wut, Aggression, Trauer - und das Alles wie auf einer Achterbahnfahrt. Paradoxerweise wollte er Greta trotzdem stets nah sein, wollte mit ihr kuscheln. Aber war schlichtweg zu übermütig, zu grob. Ich konnte die Beiden nicht mal mehr unbeobachtet in einem Raum lassen. 

Und so ging Anfang Januar erneut die Eingewöhnung in der Kita für uns los. Ich mit der winzig kleinen Greta im Tuch und dem extrem Nähe-bedürftigen Jacob an der Hand. Zum Glück hat sich Jacob von Anfang sehr wohlgefühlt und war ruckzuck völlig unbegleitet in der Kita unterwegs und ich abgeschrieben. Ca 4 Wochen hat es gedauert, bis er tatsächlich fest etabliert war und auch seinen Mittagsschlaf in der Kita gemacht hat. Denn so gut es auch läuft, man muss so einem kleinen Wesen Zeit geben sich an die neuen Umstände zu gewöhnen und kann die Stundenzahl nur Stück für Stück erhöhen. Der Januar war also ein Sammelsurium an Anstrengung, Neubeginn und Entlastung. Die Vormittage mit Greta waren die dringend benötigten Ruhepausen, denn:

Greta hat sich als unglaublich genügsame, ruhige und zufriedene kleine Schwester erwiesen. Die ersten 3 Monate mit Jacob waren damals so nervenzerrend, dass ich gar nicht fassen kann, wie unkompliziert Greta ist. Es scheint wie eine Belohnung zu sein. Und ich könnte mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, was wohl wäre, wenn es umgekehrt gekommen wäre. Greta ist zwar für ihr Alter schon recht viel krank gewesen - was ich  einfach als das Schicksal der Zweitgeborenen bezeichne - aber gluckst und lacht trotzdem unentwegt vor sich hin. 

Im Februar hat sich unser Alltag dann so richtig eingefunden, Routinen wurden aufgebaut und der Ablauf mit den beiden Kindern 6 Tage die Woche alleine gefestigt. Dafür haben Jacob und ich in erster Linie gekämpft. Ums Recht-haben, ums Durchsetzungsvermögen und das Grenzen-Austesten. Es war so anstrengend und hat wahnsinnige Kraft gekostet. Aber Genaueres dazu sollt ihr bald in einem eigenen Blogpost erfahren.

Für uns, als Eltern, hat sich finde ich nicht sonderlich viel verändert. Die Liebe verdoppelt sich ganz einfach. Die Abläufe bleiben die Gleichen. Jetzt eben mit zwei Kindern anstatt Einem. 

Jetzt ist jedenfalls Mitte März und ich stelle fest: 
Unterschiedlicher könnten unsere beiden Kinder nicht sein. Die Zeit wird zeigen, welche besonderen Charakterzüge die Beiden noch so entwickeln werden. Aber dieses lächelnde kleine Baby im Arm, was so ruhig und so beseelt ist. Und das Kleinkind an der Hand, sich um Kopf und Kragen redend, während es die Welt entdeckt. Das ist erfüllend. Das macht so glücklich. Ich kann es gar nicht in Worte fassen und wünschte manchmal ich könnte Momente einfangen und für immer festhalten, denn die Zeit rennt und rennt. Und Ich sitze hier derweil mittendrin und darf wohl stolz behaupten, dass es im Leben nicht viel mehr braucht. Zumindest für mich nicht. 

Was hat sich verändert:

Wir brauchen doppelt so lange um aus dem Haus zu kommen.
Die Nächte sind noch kürzer geworden.
Die Liebe hat sich verdoppelt.

Was ist gleich geblieben:

Im Grunde genommen fast alle Abläufe. Denn Greta "muss" mehr oder weniger einfach mitziehen. 

Was würde ich wieder machen:

Ins Geburtshaus gehen um dann im Anschluss an die Geburt auch schnell wieder in den eigenen vier Wänden zu sein. Das war eine gute und wichtige Entscheidung für uns als Familie.

Was würde ich anders machen:

Ich würde mir, ob Mann zuhause oder nicht, für die ersten Wochen eine bessere Unterstützung in Form von Babysitter, Putzfrau etc. organisieren. Diese Erkenntnis ist mir erst in den letzten Wochen gekommen. Hätte mir aber sicherlich im Dezember und Januar so manchen Stress erspart.

Read more